Wo bleibt denn nur die Inflation? (Teil 1)

Das am 22. Januar angekündigte Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) ist hierzulande weit überwiegend negativ aufgenommen worden. Diese Reaktion schließt sich nahtlos an die Bewertung der vorangegangenen Anti-Krisenpolitik der EZB[1] in Medien, Politik und Wissenschaft an – auch hier hagelte es heftige Kritik. Interessanterweise lautete der bisherige Vorwurf an die Zentralbank jedoch, sie würde mit ihrer Politik eine hohe Inflation verursachen. Wenn – so der Tenor – von der EZB die „Geldschleusen geöffnet“ und hunderte von Milliarden an das Bankensystem verliehen werden, was soll daraus anderes resultieren als eine massive Inflation, ja eine „Horror-Inflation“? weiterlesen ...

Obamas Neuoffensive zur Bekämpfung wachsender Ungleichheit

US Präsident Barack Obama hielt am 20. Januar seine „Ansprache zur Lage der Nation“ („State of the Union“). Das Ereignis findet gewöhnlich jährlich im Januar statt und es hat große politische Bedeutung. Vertreter beider Kongresskammern, der Exekutive sowie Richter des Obersten Gerichtshofes und Vertreter des Militärs versammeln sich dazu im Kongress. Die Live-Fernsehübertragung wird von vielen Amerikanern verfolgt. Bei der ersten Ansprache Obamas 2009 waren es über 50 Millionen. Diesmal waren es nur gut 30 Millionen. Ganz gleich, die Ansprache bietet eine große Gelegenheit, nicht allein zur Lage der Nation zu berichten, sondern auch die eigene politische Agenda für die Zukunft vor großem Publikum zu vermarkten. weiterlesen ...

Griechenland hat gewählt, aber hat die neue Regierung eine Wahl?

26. Januar 2015 l l Europa, Länderberichte

In der ältesten Demokratie der Welt hat das Volk gesprochen. Es hat entschieden, den Kurs des Landes radikal zu ändern. Mit der großen Mehrheit für SYRIZA sind die Weichen gestellt für eine Politik, die Abschied nimmt von extrem restriktiver staatlicher Ausgabenpolitik, von Lohn- und Rentenkürzungen, von überstürzter Privatisierung und vielem anderen mehr. weiterlesen ...

Konfusion von links bis rechts: Was soll Griechenland tun?

Vor der Wahl in Griechenland haben deutsche Ökonomen sehr unterschiedliche Ratschläge gegeben, wie Griechenland aus seiner ökonomischen und politischen Krise herausfinden könne. Auf zwei diametral entgegengesetzte Positionen will ich näher eingehen, weil sie zeigen, woran eine Lösung scheitert: am Mangel an Logik. weiterlesen ...

Die EZB hat entschieden, aber entschieden ist nichts

Die EZB hat also getan, wovor man in Deutschland so sehr gewarnt hatte. Sie kauft unter anderem Staatsanleihen in durchaus beachtlichen Quantitäten, um durch dieses „quantitative easing“ genannte geldpolitische Instrument das Wachstum in der Eurozone anzuregen und anhaltende Deflation zu vermeiden. Um die Inflationsrate wieder in Richtung des von ihr festgelegten Zieles von nahe zwei Prozent zu bewegen, setzt die EZB also auf verschiedene Mechanismen, unter anderem auf die Senkung der langfristigen Zinsen, eine Abwertung des Euro und darauf, dass Banken, denen die Anlagemöglichkeiten knapp werden, vermehrt private Investoren suchen. weiterlesen ...