Woher kommt PEGIDA? Aufgelesen bei … Stephan Mayer

Die PEGIDA-Demonstrationen haben einen Streit ausgelöst: Soll man sich von allen Demonstranten pauschal distanzieren, weil sich rechtsradikale Extremisten unter ihnen befinden, die unzufriedene, verunsicherte Bürger zu instrumentalisieren verstehen? Oder soll man auf diejenigen der Demonstranten zugehen, die sich vor den Karren fremdenfeindlicher Strömungen spannen lassen? Im Deutschlandfunk war dazu ein Interview mit dem CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer (MdB) zu hören, in dem er folgendes feststellt: „Aber ich bin auch der festen Überzeugung, wenn man sich die Statements der Demonstranten anhört, dann führen nur die wenigsten auch dieses Thema Islamisierung überhaupt im Munde. Was man häufig hört ist eine Frustration über die Politik, ist das Gefühl, unverstanden zu sein, vielleicht auch etwas zurückgelassen, verloren zu sein, auch abgehängt zu sein vom wirtschaftlichen Fortschritt …“. weiterlesen ...

Die goldene Lohnregel reicht nicht mehr

Alle beklagen sich über die zunehmend einseitige Einkommensverteilung und alle reden über das Problem der Verschuldung. Doch (fast) niemand erkennt den Zusammenhang und benennt die Täter: Die Unternehmen verteilen ihre Wertschöpfung so einseitig, dass Angebot und Nachfrage nur in Übereinstimmung gebracht werden können, wenn laufend Konsum mit Krediten finanziert wird. Das hält ein Finanzsystem nicht lange aus. Die Unternehmen müssen deshalb endlich die volkswirtschaftliche Verantwortung für ihre Verteilungspolitik wahrnehmen – oder dazu gezwungen werden. Ein erster Schritt dazu wäre die Offenlegung der Verteilung auf Ebene der Unternehmen. weiterlesen ...

Russland und die Ukraine – der Westen öffnet dem Nationalismus Tür und Tor

Es ist unfassbar, aber wir erleben gerade, wie der Westen das Ende dessen vorantreibt, woran er selbst einige Jahrzehnte lang hartnäckig gearbeitet hat: Die Schaffung eines offenen, globalen Wirtschaftssystems. Was derzeit in Russland und der Ukraine geschieht, wird sich bitter rächen, weil der Westen mit seiner Sanktionspolitik in Verbindung mit dem Rückgang des Ölpreises und dem dramatischen Fall des Rubelkurses eine Eskalation der Lage hinnimmt, die sich in beiden Ländern nur in einer unkontrollierbaren Explosion des Nationalismus entladen kann. weiterlesen ...

Abo-Preview: Konjunktur in Europa: Kein Ende der Rezession, kein Ende der falschen Wirtschaftspolitik

Die wichtigsten konjunkturellen Indikatoren für Europa (die aktuell als letzten Monat zumeist den Oktober erfassen) bieten keinen Hoffnungsschimmer. Im Gegenteil, die Lage hat sich in einigen Ländern erheblich verschlechtert und ist insgesamt kurz vor Beginn des Jahres 2015 keinen Deut besser als zu Beginn des Jahres 2013. Die Industrieproduktion im gesamten Euroraum stagniert, in Italien und Frankreich geht es sogar weiter abwärts, und auch Deutschland hat keine Wachstumsperspektive (Abbildung 1). weiterlesen ...

Abo-Preview: Beschleunigter Aufschwung bei sinkender Inflation: Wann gewinnen endlich auch die Löhne an Fahrt?

Amerikas Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsaufbau haben sich zuletzt beschleunigt. Die Situation am US-Arbeitsmarkt ist heute deutlich freundlicher als vor einem Jahr. Doch die Inflation sinkt, und bei den Löhnen gibt es immer noch keine handfesten Anzeichen, die auf ein baldiges Ende der mageren Zeiten hindeuten. Das Zittern und Rätselraten geht also weiter. Zittern, weil der Aufschwung nicht halten wird, wenn die Arbeitnehmer und die breite Masse der Bevölkerung weiter vom Einkommenszuwachs abgekoppelt bleiben. Rätselraten, weil die hartnäckige Lohnschwäche vor dem Hintergrund einer scheinbar wiedererstarkten US-Wirtschaft immer schwieriger zu verstehen ist. Nachdem sie mehrere Jahre lang in Folge mit ihrer Prognose einer bevorstehenden Wachstumsbeschleunigung falsch gelegen hatte, hat die unverminderte Zuversicht der Federal Reserve zuletzt etwas Rückenwind bekommen. Und so deutet sich an, dass die Federal Reserve auf ihrer achten und letzten Sitzung in diesem Jahr ihre Kommunikation im Hinblick auf den für die Markterwartungen kritischen Vermerk, wonach noch „viel Zeit“ bis zur ersten Zinserhöhung verbleibe, anpassen wird. Damit wäre der Weg frei für die Einleitung der Zinswende zur Jahresmitte 2015. Doch wenn die Löhne bis dahin noch immer nicht in Bewegung gekommen sein sollten, wäre ein solcher Schritt mit erheblichen Risiken verbunden. weiterlesen ...