Abo-Preview: Lateinamerika – eine erste Bewertung der jüngeren Entwicklung

Viele Leser haben uns immer wieder gebeten, die lateinamerikanische Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte genauer anzuschauen und ähnlich wie für Europa, vergleichende Länderberichte zu schreiben. Damit wollen wir heute beginnen, wenngleich die datenmäßigen Voraussetzungen weniger günstig als in Europa sind. Die EU leistet mit einer gemeinsamen detaillierten (und zu einem Teil harmonisierten) Datenbasis einen kaum zu unterschätzenden Service bei der Analyse der wirtschaftlichen Abläufe. weiterlesen ...

Ein fiktiver vertraulicher Brief des Vorstands der IG Metall an den Präsidenten der Deutschen Bundesbank

Der Vorstoß der Deutschen Bundesbank in Sachen Lohnerhöhungen dürfte für erhebliches Aufsehen bei den Gewerkschaften gesorgt haben. Wir können uns vorstellen, dass manche Gewerkschafter erneuten Gesprächsbedarf haben. Hier ein Entwurf, um welche Fragen es dabei vorrangig gehen könnte. weiterlesen ...

Nur vier Buchstaben

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank hat durch ein Treffen mit verschiedenen Gewerkschaften und durch in einem Artikel im SPIEGEL vom 21.7.2014 wiedergegebene Äußerungen deutlich gemacht, dass sich seine Institution für Lohnpolitik interessiert. Das tat sie zwar auch früher schon, wenn sie vor Lohn-Preis-Spiralen gewarnt hat. Nun aber richtet sich die Warnung in die umgekehrte Richtung, nämlich gegen Lohnerhöhungen, die zu gering ausfallen. Das sollte aus Symmetriegründen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber die Reaktionen von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Wissenschaft zeigen, dass hier etwas Ungewöhnliches geschieht. weiterlesen ...

Deutsche Bundesbank: Jahrelang verantwortungsbewusste Lohnpolitik, aber jetzt das Ende der Bescheidenheit?

Viele unserer Leser haben vorgestern nicht schlecht gestaunt, als sie in Spiegel-Online lasen, dass nun die Deutsche Bundesbank auch zu denen gehört, die höhere Lohnabschlüsse fordern. Einer schrieb: „Bundesbank goes Heiner Flassbeck“. Doch gemach, in dem Artikel, der vorgestern im SPIEGEL erschienen ist, sagt der Chefökonom der Bundesbank Jens Ulbrich, jahrelang hätten die Tarifpartner „verantwortungsbewusst Lohnzurückhaltung“ geübt, und nimmt gleichzeitig für die Argumentation seines Arbeitgebers in Anspruch, „symmetrisch und konsistent“ im Zeitablauf zu sein. Es seien normale Anpassungsprozesse in einer Währungsunion, dass in einem Land, in dem die Löhne über Jahre wenig gestiegen seien, danach schneller stiegen als im Rest der Währungsunion. Da wird es von der Sache her schon wieder äußert problematisch – und zudem inkonsistent. weiterlesen ...

Bretton Woods wird 70

Heute vor 70 Jahren, also noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde in dem kleinen Ort Bretton Woods (im Mount Washington Hotel) in New Hampshire, USA, von 44 (alliierten) Ländern eine Vereinbarung unterschrieben, deren Bedeutung für die globale wirtschaftliche Entwicklung man kaum überschätzen kann. Die gesamte westliche Welt erfuhr danach einen Boom, Vollbeschäftigung und eine enorme Ausweitung der Handelsbeziehungen, ohne dass es zu nennenswerten Krisen gekommen wäre. weiterlesen ...

BRICS – Aufbruch oder „just another brick in the wall“?

Neben Fußball hatte Brasilien in diesen Tagen noch ein anderes Spektakel zu bieten, nämlich ein Spitzentreffen der sogenannten BRICS-Staaten (also Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika), die angekündigt hatten, nach jahrelanger Vorbereitung weitreichende Entscheidungen zur inneren Zusammenarbeit und zu ihrem Außenverhältnis zu verkünden. weiterlesen ...