Abo-Preview: Unser Geldsystem XXIX: Warum braucht man Entwicklung und Geld für die Entwicklung?

24. Oktober 2014 l l Finanzmärkte, Wachstum

Viele Leser werden sich fragen, warum wir überhaupt auf der Vorstellung beharren, es müsse in einem marktwirtschaftlichen System Entwicklung, oder, wie es schlechter heißt, „Wachstum“ geben. Würde es nicht genügen, sich mit dem erreichten Wohlstandsniveau zufriedenzugeben und intensiv darüber nachzudenken, wie man das System auf diesem Niveau stabilisieren kann, ohne dass die Ungleichheit immer weiter zunimmt oder immer wieder neue Arbeitslosigkeit entsteht? weiterlesen ...

Nachtrag zur Streikdiskussion

Gestern hat Heiner Flassbeck in seinem Beitrag „Lokführer und Piloten: Die Wut wächst – aber auf wen?“ die Wurzeln der verfahrenen Situation beleuchtet. Im Nachgang dazu will ich noch einmal auf die Asymmetrie aufmerksam machen, die in der öffentlichen Wahrnehmung der Lage genauso vorherrscht wie in der Beurteilung der Fakten durch die sogenannte Wirtschaftswissenschaft. Seit vielen Jahren bemühen wir uns darum, die Bedeutung des „law of one price“ für das Funktionieren einer Marktwirtschaft zu erklären. Das „law of one price“, das „Gesetz des einen Preises“, besagt, dass in einer funktionierenden Marktwirtschaft gleich knappe Güter (der gleichen Art und Qualität) in allen Verwendungen das Gleiche kosten. Wäre das nicht so, gäbe es nämlich Arbitragemöglichkeiten, die so lange von Marktteilnehmern genutzt würden, bis sich unterschiedliche Preise für gleich knappe Güter wieder angeglichen hätten. weiterlesen ...

Deutsch-französische Freundschaft – nur noch eine hohle Phrase

Es war wieder einmal interessant zu sehen, wie die deutschen Medien auf einen Vorstoß der französischen Regierung reagierten, die der deutschen Regierung vorschlug, genau dann 50 Mrd. Euro (bis 2017) im Staatshaushalt einzusparen, wenn Deutschland das Gegenteil tun würde, nämlich 50 Mrd. mehr als geplant ausgeben. weiterlesen ...

Lokführer und Piloten: Die Wut wächst – aber auf wen?

In den Auseinandersetzungen um die Tarifverhandlungen der Lokführer und der Flugzeugkapitäne zeichnet sich noch immer keine Einigung ab. Viele Bürger sind inzwischen schlicht wütend auf diese privilegierten Gruppen, weil sie anscheinend keine Rücksicht auf das Allgemeinwohl nehmen. Selbst unsere Freunde von den „Nachdenkseiten“ sind unsicher. Was immer wieder vergessen wird: Was wir heute sehen, ist das Ergebnis der über viele Jahre beschworenen Arbeitsmarktflexibilität und der Forderung von Politikern fast aller Parteien nach Tarifverhandlungen auf der Betriebsebene. Deswegen zielen die Vorwürfe an die Gewerkschaften und die Reaktion der Politik zumeist genau in die falsche Richtung. weiterlesen ...

Einprügeln auf Frankreich ist das Gebot der Stunde

Spiegel Online ist für jede Meinung gut, Hauptsache, sie passt in die übergeordnete und gerade angesagte Ideologie. So auch in einer Geschichte über das französische Mautsystem. Und Frankreich-Bashing ist zurzeit en vogue, da kommt jede Geschichte recht, auch wenn sie der Ideologie auf vielen anderen Seiten desselben Portals fundamental widerspricht. weiterlesen ...

Zum Zusammenhang von Einzelhandelsumsatz und Löhnen

Wir hatten vergangenen Freitag versprochen, noch einmal auf den Zusammenhang von Lohnentwicklung und Konsum einzugehen. Es scheint, als habe die leichte Belebung des Einzelhandels seit Beginn dieses Jahres mit der ebenso leichten Erholung bei der Reallohnentwicklung zu tun. Wir haben dazu hier einmal den Reallohn- und den Nominallohnindex verwendet, wie das Statistische Bundesamt sie ausweist. Dabei handelt es sich allerdings um Daten zu Monatsverdiensten (einschließlich Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld), und zwar von Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten. Diese beiden Indizes bilden das, worauf es uns ankommt, nämlich die Nominal- und Reallohnentwicklung auf Stundenbasis, also den Verdienst, wie der einzelne Arbeitnehmer ihn wahrnimmt, nicht optimal ab. (Wir werden daher nach diesem ersten Versuch den Zusammenhang in einem späteren Beitrag datentechnisch ausgefeilter klären.) weiterlesen ...

Wirtschaftsminister Gabriel, das Konjunktureinmaleins und der Mindestlohn

Dass Sigmar Gabriel bemüht ist, die schlechten Konjunkturaussichten klein zu reden, wussten wir schon und ist für ein Regierungsmitglied auch nicht überraschend. Dass er sie aber rundherum bestreitet, ist doch neu. Der Bild-Zeitung sagte er im Interview, es ginge bergauf, nicht bergab mit der deutschen Wirtschaft. Wörtlich, auf die Frage, ob Deutschland ein Konjunkturprogramm braucht: „Nein, Deutschland befindet sich nicht im Abschwung. In diesem Jahr wächst unsere Wirtschaft um 1,2, nächstes Jahr um 1,3 Prozent. Das ist weniger als die Wirtschaftsinstitute zu Beginn des Jahres gedacht haben, aber es geht bergauf und nicht bergab.“ weiterlesen ...

Mehr “Marktwirtschaft im Gesundheitswesen”?

20. Oktober 2014 l l Wirtschaftspolitik

In der FAZ vom 14.10.2014 war zu erfahren, dass “CDU und CSU das klare Bekenntnis zur privaten Krankenversicherung immer schwerer (fällt), je mehr sie sich von Prinzipien der Marktwirtschaft entfernen”. Über den Satz muss man zweimal nachdenken. Das verstehe ich so, dass die gesetzliche Krankenversicherung eine ineffiziente staatlich-sozialistische Zwangsveranstaltung ist. weiterlesen ...