Obama schlägt Ölsteuer wegen Klimaschutz vor – Immerhin kapiert jemand den zentralen Zusammenhang

Präsident Obama hat vorgeschlagen (hier), eine Steuer auf Öl einzuführen, um Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Er hat dabei offensichtlich direkt Bezug genommen auf den Klimaschutz. Immerhin! Damit ist er, so weit ich es sehe, der erste Spitzenpolitiker weltweit, der den zentralen Zusammenhang, auf den wir unter anderem hier hingewiesen haben, sieht und der daraus Konsequenzen ziehen will. weiterlesen ...

Es knirscht im Getriebe: Anmerkungen zur US-Konjunktur zur Jahreswende (0,50 €)

Das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft hat sich im vierten Quartal weiter abgekühlt. Der im letzten Frühjahr euphorisch vermeldete Wachstumsschwung ist nunmehr gänzlich verflogen. Bereits im dritten Quartal belief sich das Wachstum auf nur 2 Prozent nach 4 Prozent im 2. Quartal. Im 4. Quartal waren es laut der Ende letzter Woche erschienenen Vorabschätzung des Bureau of Economic Analysis nur noch 0,7 Prozent. Die große Unsicherheit und Fragilität, die die Konjunkturlage in wichtigen anderen Regionen der Weltwirtschaft seit geraumer Zeit befällt, betrifft damit heute gleichermaßen auch die US-Wirtschaft. Und damit erscheint auch die geplante Straffung der Geldpolitik seitens der Federal Reserve in einem neuen Licht. Der US-Wirtschaftsmotor läuft einfach nicht rund. Wer von ihr neue Zugkraft für die Weltwirtschaft erhofft hatte, wie etwa Europas in Dauernotlage befindliche Währungsunion, hofft wohl vergeblich. Auch an der Währungsfront wird es immer ungemütlicher. Für die führenden Nationen und Volkswirtschaften der Welt gilt heute immer mehr: jeder für sich, keiner für alle. Die Risiken für eine neue Weltwirtschaftskrise haben deutlich zugenommen. weiterlesen ...

Draghi: Fiskalpolitik sollte die wirtschaftliche Erholung unterstützen

Am 22. Januar 2016 gab Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank im Verlauf seiner Pressekonferenz ein bemerkenswertes Statement ab (hier der Link). Das Statement endete mit diesen Sätzen (eigene Übersetzung, eigene Unterstreichung): weiterlesen ...

Warum sich die Leistungsbilanz in einigen europäischen Defizitländern verbessert hat – und warum das wenig aussagt (0,50 €)

Immer wieder fragen Leser, ob es denn kein gutes Zeichen für Europa sei, dass sich die Leistungsbilanzsalden in einigen Ländern umgedreht haben, also von Defizit zu Überschuss geworden sind, wie das etwa für Italien gilt. Tatsächlich wird dieses Argument auch in den Medien (z. B. hat in der Financial Times Martin Sandbu daraus am 9. 12. 2015 eine große Geschichte gemacht; nur im Abonnement) und in der Politik verwendet, wo man darauf verweist, wie weit die Anpassung doch inzwischen gegangen sei. weiterlesen ...

Voran in ein erneuertes Europäisches Währungssystem – und alles wird gut?

Das Europäische Währungssystem (EWS) rückt zunehmend in das Interesse der Gegner der europäischen Austeritätspolitik. Auf der Auftakttagung der internationalen „Plan B“-Initiative in Paris (am 23./24. 1. 2016) drehten sich viele Diskussionen um die Frage, ob der Euro durch ein anpassungsfähiges Wechselkursregime nach dem Vorbild des EWS ersetzt werden sollte. Ich werde nachfolgend darstellen, warum Rückbesinnung und Bezugnahme auf das EWS in der momentanen Debatte in der Tat sinnvoll sind, gleichwohl aber vor überzogenen Erwartungen an anpassungsfähige Wechselkursregime warnen. weiterlesen ...

Noch einmal die Roboterkonfusion und ein Gewerkschafter, der nicht über Löhne reden kann

Einige Leser weisen mich darauf hin, dass zum Thema „Maschinen vernichten Arbeitsplätze“ noch ganz viele irrsinnige Meinungen unterwegs sind. Hier ein Beispiel aus der ZEIT, wo man lesen kann: weiterlesen ...