Die SPD, die gute Arbeit und der schlechte Lohn

Schon im vergangenen Herbst habe ich mich in zwei Beiträgen (am 10. und am 28. November) mit der Frage der Tarifeinheit auseinandergesetzt und ich will es aus aktuellem Anlass noch einmal tun. Letzten Freitag gab Ralf Stegner, der stellvertretende Parteivorsitzende der SPD, dem Deutschlandfunk ein Interview, in dem er das von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte und von der Regierungsmehrheit im Bundestag tags zuvor beschlossene Tarifeinheitsgesetz verteidigte. Ob das Gesetz verfassungswidrig ist, wird geklärt werden. Ich bin keine Juristin und weiß nur, dass Grundrechte in manchen Fällen miteinander in Konflikt stehen können, so dass zwischen ihnen abgewogen werden muss. Darum geht es im Tarifeinheitsgesetz aber gar nicht. Laut der Arbeitsministerin geht es um den Grundsatz “Ein Betrieb, ein Tarifvertrag.”, oder wie sich Ralf Stegner ausdrückte, “dass wir nicht monatelangen Streit unter Gewerkschaften haben”. weiterlesen ...

Aufgelesen bei … der NZZ: Keynes gegen die österreichische Schule – Altes vom Wühltisch der Schlagworte

Auch in der Schweiz bewegt sich die wirtschaftspolitische Diskussion nicht gerade auf einem berauschenden Niveau. Das zeigt exemplarisch ein Kommentar aus der NZZ am Sonntag. weiterlesen ...

Investitionen sind der Schlüssel zum Wachstum. Nur: Was ist der Schlüssel zu Investitionen? (0,50 €)

Kennen Sie den Witz mit dem Ökonomen, der nachts seinen Autoschlüssel irgendwo im Dunkeln verliert und ihn unter einer Straßenlaterne sucht? Was er antwortet, als er gefragt wird, warum er dort, also an der falschen Stelle, suche, können Sie am Ende dieses Beitrags lesen. weiterlesen ...

Aufgelesen bei … der WELT: Sparen, sparen über alles!

Letzte Woche veröffentlichte die EU-Kommission wie alle drei Jahre den Alterungsbericht für die EU (The 2015 Ageing Report – Economic and budgetary projections for the 28 EU Member States (2013-2060) ), über den in der WELT Olaf Gersemann berichtete und den er dort auch kommentierte (Seite 22 der gedruckten Ausgabe DIE WELT KOMPAKT vom 13.5.2015). Ich will daraus zitieren, nicht weil es sich um eine wichtige Zeitung oder einen einflussreichen Autor handelt, sondern weil der Kommentar ganz gut widerspiegelt, wie viele Menschen in Deutschland inzwischen denken oder zumindest, in welche Richtung ihr Denken von der Durchschnittspresse geformt wird. weiterlesen ...

„Wir können doch nicht einfach Geld dorthin schicken“ – Schämen Sie sich, Herr Gabriel!

Von der CDU ist man ja einiges gewöhnt. Von der SPD weit weniger, weil sie in den letzten Jahren zu dem Drama, das sich in Europa, besonders aber in Südeuropa abspielt, meistens schweigt. Jetzt aber hat der SPD-Vorsitzende Griechenland im Schäuble-Duktus ermahnt, „Reformen“ durchzuführen. Laut Spiegel-Online sagte er der Bildzeitung: “Ein drittes Hilfspaket für Athen ist nur möglich, wenn die Reformen auch umgesetzt werden. Wir können nicht einfach Geld dorthin schicken.” weiterlesen ...

Zur Phoenix-Runde: „Die Grausamkeit empört, aber die Dummheit entmutigt.“

Dieses Zitat aus Albert Camus’ Stück “Der Belagerungszustand” schickte uns ein Leser in Reaktion auf die Phoenix-Runde “Die Uhr tickt” letzte Woche zu (vielen Dank an dieser Stelle dafür!). Neben vielem Kopfschütteln über die fachliche Niveaulosigkeit der Diskussion wurde in den Rückmeldungen unserer Leser bzw. von Zuschauern der Sendung vor allem Klärungsbedarf geäußert, wie das Argument einzuschätzen sei, Griechenland konkurriere dank vollkommen anderer Produktpalette auf den internationalen Märkten gar nicht mit Deutschland und daher helfe ein Vergleich der deutschen mit der griechischen Wettbewerbsfähigkeit bei der Ursachensuche und erst recht bei der Lösung der Eurokrise nicht weiter. Griechenland habe in seinen Produktbereichen wettbewerbsfähig zu sein und das hänge nun mal nicht mit Deutschland und deutschen Exporten zusammen. weiterlesen ...

Europäische Konjunktur: Kein Ende der Stagnation, Teil 2 (0,50 €)

Im ersten Teil haben wir gezeigt, dass von einer Belebung der Konjunktur in Europa nicht die Rede sein kann. Die Industrie verharrt weitgehend auf der Talsohle. Wir wollen in diesem zweiten Teil auf die Bauwirtschaft und den Einzelhandel eingehen, bevor wir in einer wirtschaftspolitischen Schlussfolgerung fragen, was eigentlich Maßnahmen sind, die die Konjunktur anregen können. Man muss in diesem Zusammenhan… weiterlesen ...

Deutschland hat „Schulden“ von 180 Prozent des BIP – Spiegel-Online Autor Henrik Müller ist wieder einmal verwirrt und verwirrt andere

Spiegel-Online brachte gestern als Aufmacher einen Artikel von Henrik Müller, in dem die Schulden von privaten Haushalten, den Unternehmen und dem Staat zusammengezählt werden und beklagt wird, dass viele Staaten inzwischen mit mehreren Hundert Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts verschuldet sind. Auch für Deutschland wird eine Zahl von 180 Prozent genannt. Dazu haben wir vor einiger Zeit schon einmal alles Nötige gesagt. Auch dass Deutschland in Dummheit versinkt, wollen wir nicht wiederholen. weiterlesen ...

Why the Conservatives won the elections in the United Kingdom

Ein Gastbeitrag von Will Denayer
Last week, David Cameron did not only win the elections, the Tories also gained the majority (although a small one) in parliament so that they do not need a coalition partner. The conservatives got 331 seats, five more than necessary for a majority. Labour got 232 seats. The UK has a winner takes all system. In a proportional system, UKIP, the anti-Europe party, would have gained many more seats. The Liberal Democrats lost, as was expected. But the big question is why Labour performed so badly. continue reading...

Where were you, Adam? The refugees from the South are finally on the agenda. Not one word about the decades long failures by the West (0,50 €)

We do not know exactly from which African countries the people who drowned in the Mediterranean came from. From the point of view of an analysis, it is not important. The failure of the North to help and guide economic and human development in Africa spans all of North Africa and almost everywhere South of the Sahara. Nothing exemplifies th… continue reading...