Abo-Preview: Rohstoffspekulation – der Stand der Dinge

23. April 2014 l l Finanzmärkte

Nach der Diskussion, die vergangene Woche auf Einladung der Deutschen Bank in Frankfurt stattgefunden hat, muss man konstatieren, dass sich die Fronten zwischen Befürwortern der Rohstoffspekulation (besser: Rohstoffinvestments) und der Kritiker weiter unversöhnlich gegenüberstehen. Für mich war interessant zu sehen, dass der eigentliche Knackpunkt der Analyse ganz offensichtlich nicht verstanden wird. Und ich meine wirklich, dass es hier ums Verstehen geht, selbst wenn viele derer, die sich beteiligen, von vornherein nichts anderes versuchen, als die Position zu bestätigen, dass der Markt nichts falsch machen kann. Das Problem ist aber wie in anderen Bereichen auch, dass man der Ökonomie als Wissenschaft meist gar keine Chance gibt, sondern mit feststehenden Vorurteilen in eine solche Debatte geht. weiterlesen ...

Eurokrise, reale Konvergenz und die geschickten Versuche des Mainstream, von der Rolle Deutschlands abzulenken

Bei der Konferenz in Washington vor zwei Wochen, auf der ich gesprochen habe, war mein Vorredner der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, der dem zumeist amerikanischen Publikum zu erklären versuchte, was in der Eurozone von Beginn an schief gelaufen sei. Er präsentierte eine wild zusammengestückelte Geschichte mit dem Tenor, es habe an realer Konvergenz der Mitgliedsländer gefehlt und daraus hätten sich die Ungleichgewichte ergeben. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Zusammenstellung der Zeitschrift „The International Economy“, die 25 international bekannte Ökonomen gefragt hat, was in der Eurozone besser gemacht werden müsste, wenn man die Chance hätte, noch einmal von vorne anzufangen. Dort äußern sich u.a. Hans-Werner Sinn, Jürgen Stark, Otmar Issing und Jörg Asmussen zur Titelfrage. Ich selbst wurde auch gefragt. Meine dort im Heft „Winter 2014“ veröffentlichte Position findet sich am Ende dieses Beitrags in Englisch. continue reading...

Die Deutsche Bank und die Rohstoffspekulation

Verschiedene Medien berichten heute über eine Konferenz der Deutschen Bank mit Kritikern und Unterstützern der Rohstoffspekulation bzw. den „Investments“ in Rohstoffderivaten. Ich war zu dieser ganztägigen Konferenz, die gestern stattfand, vom Deutsche Bank Co-Vorsitzenden des Vorstandes Jürgen Fitschen eingeladen und habe auch teilgenommen. weiterlesen ...

Hinweis auf einen Vortrag in Washington

Es gibt zu meiner Powerpoint-Präsentation in Washington vom 10. April, auf die wir schon hingewiesen haben, auf der Website des Levy Economics Institute jetzt auch eine Audiodatei, wo man meinen Vortrag hören kann. Für diejenigen, die sich dafür interessieren und gut Englisch verstehen, mag es auch lohnend sein, einmal in einige der anderen Vorträge hineinzuhören, wo sich u.a. die Chefvolkswirte von Morgan Stanley, der Citybank und der EZB abmühten, die europäische Krise und die Deflation zu erklären und Auswege aufzuzeigen. weiterlesen ...

Ein neues Buch

14. April 2014 l l Allgemein

Morgen erscheint mein neues Buch mit dem Titel „66 starke Thesen – zum Euro, zur Wirtschaftspolitik und zum deutschen Wesen“. Eifrigen Lesern von flassbeck-economics wird bei der Lektüre dieses Buches einiges bekannt vorkommen, denn ich habe versucht, die wichtigsten Thesen des vergangenen Jahres so zusammenzufassen und zu strukturieren, dass zentrale Zusammenhänge noch deutlicher erkennbar werden. Der Westend-Verlag  bringt nun diese Gesamtschau heraus. weiterlesen ...

Abo-Preview: Unser Geldsystem XI – Was von den letzten vierzig Jahren bleibt

Vor ein paar Tagen habe ich an einer Konferenz teilgenommen, auf der es zum einen um die Erkenntnisse Hyman Minskys ging, also platt ausgedrückt um den sich selbst verstärkenden Charakter von Finanzblasen. Zum anderen wurde auf der Konferenz auch über Geldpolitik und Deflation gesprochen. Wie schon im letzten Teil dieser Beitragsserie zu unserem Geldsystem festgestellt, hat sich auch hier wieder für mich bestätigt, dass der Monetarismus tot ist. Nur scheint kaum jemand zu wissen,  was an seine Stelle treten soll. weiterlesen ...