Die Deutsche Bank und die Rohstoffspekulation

Verschiedene Medien berichten heute über eine Konferenz der Deutschen Bank mit Kritikern und Unterstützern der Rohstoffspekulation bzw. den „Investments“ in Rohstoffderivaten. Ich war zu dieser ganztägigen Konferenz, die gestern stattfand, vom Deutsche Bank Co-Vorsitzenden des Vorstandes Jürgen Fitschen eingeladen und habe auch teilgenommen. weiterlesen ...

Hinweis auf einen Vortrag in Washington

Es gibt zu meiner Powerpoint-Präsentation in Washington vom 10. April, auf die wir schon hingewiesen haben, auf der Website des Levy Economics Institute jetzt auch eine Audiodatei, wo man meinen Vortrag hören kann. Für diejenigen, die sich dafür interessieren und gut Englisch verstehen, mag es auch lohnend sein, einmal in einige der anderen Vorträge hineinzuhören, wo sich u.a. die Chefvolkswirte von Morgan Stanley, der Citybank und der EZB abmühten, die europäische Krise und die Deflation zu erklären und Auswege aufzuzeigen. weiterlesen ...

Ein neues Buch

14. April 2014 l l Allgemein

Morgen erscheint mein neues Buch mit dem Titel „66 starke Thesen – zum Euro, zur Wirtschaftspolitik und zum deutschen Wesen“. Eifrigen Lesern von flassbeck-economics wird bei der Lektüre dieses Buches einiges bekannt vorkommen, denn ich habe versucht, die wichtigsten Thesen des vergangenen Jahres so zusammenzufassen und zu strukturieren, dass zentrale Zusammenhänge noch deutlicher erkennbar werden. Der Westend-Verlag  bringt nun diese Gesamtschau heraus. weiterlesen ...

Abo-Preview: Unser Geldsystem XI – Was von den letzten vierzig Jahren bleibt

Vor ein paar Tagen habe ich an einer Konferenz teilgenommen, auf der es zum einen um die Erkenntnisse Hyman Minskys ging, also platt ausgedrückt um den sich selbst verstärkenden Charakter von Finanzblasen. Zum anderen wurde auf der Konferenz auch über Geldpolitik und Deflation gesprochen. Wie schon im letzten Teil dieser Beitragsserie zu unserem Geldsystem festgestellt, hat sich auch hier wieder für mich bestätigt, dass der Monetarismus tot ist. Nur scheint kaum jemand zu wissen,  was an seine Stelle treten soll. weiterlesen ...

Verlor Deutschland nach der deutschen Wiedervereinigung an internationaler Wettbewerbsfähigkeit?

Der Einbruch der deutschen Leistungsbilanz nach der deutschen Wiedervereinigung und das ein Jahrzehnt lang anhaltende Defizit, das diese Bilanz anschließend aufwies (vgl. Abbildung 1), hat die Vorstellung begründet, Deutschland habe im Zuge der Wiedervereinigung an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Denn ein Land, das sich im Ausland netto verschuldet, verkauft dorthin offenbar weniger Güter, als es von dort bezieht, ist also an den internationalen Märkten nicht so erfolgreich wie andere. Das muss an der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit liegen, jedenfalls dann, wenn der Saldo längere Zeit im negativen Bereich verharrt. Sollte man meinen. Aber stimmt das im Fall Deutschlands wirklich? Und warum sollte diese historische Betrachtung einen Beitrag auf flassbeck-economics wert sein, wo sich doch alles mittlerweile in Wohlgefallen aufgelöst und das Defizit in einen satten Überschuss verwandelt hat? weiterlesen ...

Die EZB und der angeblich zu starke Euro

Jörg Bibow schreibt in einem Artikel für die spanische Zeitung El Pais (auf spanisch), der im Social Europe Journal auch auf englisch erschienen ist, über die zweifelhafte Position der EZB zum angeblich zu stark aufwertenden Euro. Obwohl dies ein Problem für die Wettbewerbsfähigkeit darstellt, sollte vielmehr die einsetzende Deflation der EZB zu schaffen machen. Bibow weist darauf hin, dass eben in diesem sinnlosen Streben nach immer mehr Wettbewerbsfähigkeit die Hauptgründe für die drohende Deflation liegen. continue reading...

Abo-Preview: Die Schweizer Mindestlohn-Debatte enttarnt die deutsche

Wenn man die gegenwärtige Diskussion zu einer Mindestlohn-Initiative in der Schweiz verfolgt – einer Initiative, die in Kürze zu einem Volksentscheid kommt – und daneben hält, worüber gleichzeitig in Deutschland beim Mindestlohn debattiert wird, kommt man nicht mehr aus dem Staunen heraus. Handelt es sich hier tatsächlich um zwei benachbarte Länder, die wirtschaftlich eng miteinander verflochten sind, die beide eine starke Exportorientierung haben und zwischen denen kein beachtliches Wohlstandsgefälle herrscht wie etwa an Deutschlands östlichen Grenzen? weiterlesen ...